Wer eine Operation braucht, wann man sie nicht aufschieben sollte, wie sie abläuft und wie lange die Rückkehr auf die eigenen Beine dauert.
Das Hüftgelenk gehört zu den am stärksten belasteten Gelenken des Körpers: Bei jedem Schritt trägt es das Gewicht des Rumpfes. Der Knorpel, der die Gelenkflächen bedeckt, wird über Jahre dünner, Knochen beginnt auf Knochen zu reiben — daher der Schmerz und die eingeschränkte Beweglichkeit.
Die häufigsten Ursachen:
Schmerz nicht in der Leiste, sondern nur seitlich im unteren Rücken, deutet nicht immer auf das Hüftgelenk hin — eine ähnliche Beschwerde kann auch von der Wirbelsäule ausgehen. Eine Abgrenzung ist nur bei der Untersuchung möglich.
Die Endoprothetik ist nicht der erste Schritt, sondern der letzte. Zunächst wird die konservative Behandlung versucht: Physiotherapie, Muskelkräftigung, Gewichtsreduktion, schmerz- und entzündungshemmende Medikamente, in bestimmten Fällen intraartikuläre Injektionen.
Von einer Operation spricht man, wenn:
Der zerstörte Hüftkopf wird entfernt, die Hüftpfanne vorbereitet und ein künstliches Gelenk eingesetzt. Die Endoprothese besteht aus drei Hauptteilen: der Pfannenkomponente, der Schaftkomponente und dem Gleitpaar dazwischen.
Es gibt zwei Arten der Fixierung:
Die Doktorarbeit von Dr. Seidov widmet sich speziell den proximal fixierten Femurkomponenten — Konstruktionen, die die Last näher an der natürlichen Anatomie auf den oberen Teil des Oberschenkelknochens übertragen.
Die Operation dauert in der Regel 1–2 Stunden und erfolgt unter Vollnarkose oder Spinalanästhesie.
In den ersten Monaten sind einige Bewegungen zu vermeiden: das Gelenk über 90 Grad zu beugen, die Beine zu überkreuzen, sich auf einen sehr niedrigen Stuhl zu setzen. All das erhöht das Risiko einer Implantatluxation. Die konkreten Einschränkungen hängen von der Operationstechnik ab und werden bei der Entlassung individuell erläutert.
Nach Daten internationaler Endoprothetik-Register bleiben etwa 90–95 % der modernen Implantate auch nach 15 Jahren an Ort und Stelle, und in vielen Fällen halten sie länger als 20 Jahre.
Die Haltbarkeit hängt von mehreren Faktoren ab: dem Alter zum Operationszeitpunkt, dem Aktivitätsniveau, dem Körpergewicht, der Knochenqualität und der korrekten Implantation. Bei vorzeitiger Lockerung oder Verschleiß ist eine Revisionsendoprothetik möglich.
Die Endoprothetik ist eine Operation mit sehr vorhersehbarem Ergebnis, doch risikofreie Eingriffe gibt es nicht. Die wichtigsten Komplikationen:
Diese Liste soll nicht abschrecken. Das Risiko senken konkrete Faktoren: korrekt gestellte Indikation, Einstellung chronischer Erkrankungen in der Vorbereitungsphase, Operationstechnik und die konsequente Einhaltung des Genesungsprogramms.
Die Operation selbst findet unter Anästhesie statt, Schmerzen treten dabei nicht auf. In den folgenden Tagen wird der Schmerz nach einem Schema kontrolliert und lässt in der Regel rasch nach. Viele Patienten berichten schon nach einer Woche über weniger Schmerzen als vor der Operation.
In der Regel 3–5 Tage. Die genaue Dauer hängt vom Alter, von Begleiterkrankungen und davon ab, wie schnell die selbstständige Mobilisation gelingt.
In der Regel nach 4–6 Wochen, bei einer Operation am rechten Bein etwas später. Die Voraussetzung ist einfach: Das Bein muss bei einer Notbremsung uneingeschränkt vertrauenswürdig sein.
Es gibt zwei Möglichkeiten: schrittweise (zuerst eines, nach einigen Monaten das zweite) oder beide gleichzeitig. Die Wahl hängt vom Allgemeinzustand, vom Alter und von der Belastbarkeit des Herz-Kreislauf-Systems ab — die Entscheidung wird individuell getroffen.
Das Alter allein ist kein Hindernis. Entscheidend sind der allgemeine Gesundheitszustand und die Narkoseverträglichkeit. Bei einem gesunden 80-Jährigen kann die Operation sicherer verlaufen als bei einem 60-Jährigen mit schwerer Herzinsuffizienz.
Am Flughafen kann das vorkommen. Eine Bescheinigung über die Operation mitzuführen genügt.
Schicken Sie Ihre Röntgen-, MRT- oder CT-Befunde per WhatsApp. Damit beginnen wir die erste Einschätzung: Ist eine Operation nötig, oder kann noch gewartet werden.
Auf WhatsApp schreibenDiese Seite dient allgemeinen Informationszwecken und ersetzt keine ärztliche Untersuchung. Die Behandlungstaktik wird ausschließlich nach individueller Untersuchung festgelegt.